Respekt vor dem Alltag der Bewohnerinnen steht an erster Stelle. Terminfenster, Staubschutz und leise Arbeitsmethoden schaffen Akzeptanz. Das Team scannt Räume, dokumentiert Bauteile mit Fotos, legt Passfelder an und versieht ausgewählte Stellen mit unauffälligen Tags. Vorlagen erhöhen Geschwindigkeit, während Plausibilitätschecks Fehler minimieren. Besonders hilfreich sind kurze Gespräche mit langjährigen Bewohnern, die Reparaturhistorien kennen. Anschließend wird ein Bericht generiert, der klare Optionen zeigt: erhalten, reparieren, austauschen oder in den Kreislauf geben. So entsteht ein verlässliches Fundament für Entscheidungen.
Demontage folgt einem definierten Plan: Reihenfolge, Werkzeuge, Sicherheitsvorkehrungen und Sortierlogik. Der Materialpass liefert Hinweise zu verdeckten Befestigungen, möglichen Schadstoffen oder empfindlichen Oberflächen. Jedes Bauteil erhält einen Zustandseintrag mit Fotos und kurzer Prüfnotiz. Transportboxen sind farblich codiert, damit nichts vermischt wird. Die dokumentierte Stückliste fließt in Angebote für Aufarbeitung oder Weiterverkauf. Ergebnis: weniger Bruch, weniger Staub und deutlich höhere Erlöse. Dieser Ansatz verwandelt Rückbau in eine wertschöpfende Tätigkeit, die Handwerk stolzer und Renovierungen kalkulierbarer macht.
Sobald Komponenten klassifiziert sind, werden passende Kanäle aktiviert: lokale Werkstätten für Schleifen und Versiegeln, soziale Einrichtungen für Weitergabe, digitale Marktplätze mit geprüften Kategorien. Der Pass dient als Vertrauensanker, weil Käufer nachvollziehbare Angaben erhalten. Für Eigentümer entsteht Wahlfreiheit zwischen ökologischem Nutzen und finanzieller Entlastung. Reststücke können als Ersatzteillager markiert werden, um spätere Reparaturen zu vereinfachen. Regelmäßige Erfolgsmessung – eingesparte Kilogramm Abfall, vermiedene CO₂-Emissionen, Erlöse – motiviert Teams und legitimiert den Ansatz gegenüber Verwaltung und Förderung.